, Stoffel Thomas, im Namen des Vorstands

Raum zum Wohnen.

Gedanken zum Artikel der Podiumsdiskussion über bezahlbaren Wohnraum für Einheimische.

Es ist unbestritten, dass der fehlende oder zu teure Wohnraum für viele Einheimische zunehmend zum Problem wird und dass  die politisch Verantwortlichen sich damit beschäftigen und Gegenmassnahmen ergreifen sollten. Indem man das Problem aber nur auf das Zweitwohnungsgesetz, respektive die Finanzkraft der Zweitheimischen reduziert (von welcher man nebenbei auch gerne profitiert) ist das Problem weder gelöst, noch trägt diese Argumentation zum einvernehmlichen Zusammenleben bei. Wie so oft gibt es auch hier zwei Seiten. Auf der einen Seite der Medaille befinden sich viele Einheimische, welche keine Wohnungen zu einem bezahlbaren Preis finden. Daneben erfreuen sich aber  nicht wenige Einheimische eines wahren Goldregens durch den Verkauf ihrer Liegenschaften, vorzugsweise als Zweitwohnungen. Sascha Ginesta spricht in diesem Zusammenhang vom "neuen Gold". Die Politiker wollen uns Ein- und Zweitheimischen weis machen, dass vor allem das Zweitwohnungsgesetz und die Finanzkraft der Zweitheimischen für die momentane Situation verantwortlich sind.  Das wahre Problem ist jedoch, dass die "altrechtlichen Liegenschaften" von den Einheimischen bevorzugt als Zweitwohnungen verkauft werden und es an mangelnder Solidarität unter der einheimischen Bevölkerung fehlt.  So stellte auch  Sascha Ginesta fest, dass ""altrechtliche Wohnungen, die bisher als Erstwohnung genutzt wurden,  zu Zweitwohnungen umgenutzt werden und deshalb wohnungssuchende Einheimische auf der Strecke bleiben". Das Wohnungsproblem vieler Einheimischer ist  keine Gott gegebene Entwicklung oder ein Naturereignis, sondern eine  Haus gemachte Situation unter welcher die einen leiden und die anderen sich eines Goldsegens erfreuen können. Wir hoffen, dass bald nicht mehr länger vorwiegend geklagt und Schuld zugewiesen, sondern endlich lösungsorientiert gehandelt wird.

 

Gesucht - Raum zum Wohnen _ wzno_2022-04-22.pdf